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17.12.2010 | Geodaten

Serviceportal für Metadaten setzt positive Signale für die GDI-Welt

Vor wenigen Tagen feierte das Serviceportal für Metadaten - der zentrale Metadatenknotenpunkt für alle Nutzer der Geodateninfrastruktur Brandenburg, sein 3-monatiges, erfolgreiches Bestehen. Aus gegebenem Anlass begrüßte die DELPHI IMM GmbH zahlreiche fachverantwortliche Geodatenhalter und -nutzer der Geodateninfrastruktur Berlin/Brandenburg (GDI-BE/BB) sowie Partner und Interessierte in der Wilhelmgalerie Potsdam.

"Nutzen Sie Ihre Metadaten und schaffen Sie Transparenz und Vertrauen mit Ihren Geoinformationen!" - mit diesem Aufruf eröffnete Herr Tilly, Präsident der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), das informative und vielfältige Vortragsprogramm. Weiterhin appellierte Tilly an die Dienstleister und die Verwaltung der Länder Berlin und Brandenburg, bisher ungenutzte Wachstumspotenziale der GDI-BE/BB auszuschöpfen und die gemeinsamen Kräfte aufbauend auf der bereits starken und loyalen Zusammenarbeit in der Branche zu bündeln.

"Aus diesem Grund freuen wir uns insbesondere über die enge Kooperation mit der LGB. Durch diese wurde es technisch wie fachlich realisierbar, anderen Einrichtungen der öffentlichen Hand Zugang zu einer 24 Stunden verfügbaren und kostenfreien Internetanwendung zur Erhebung, Pflege und Weitergabe der Metadaten bieten zu können.", fügte Rolf Lessing, Geschäftsführer der DELPHI IMM, dem hinzu.

Dass alle Anforderungen der Gemeinden, Kommunen und Landesverwaltungen, aber auch jene der Einrichtungen aus der Wirtschaft und Wissenschaft in einer Web-Anwendung optimal zum Tragen kommen können, bestätigt die bereits intensive Nutzung des Serviceportals für Metadaten in seiner Startphase.

Für Mirko Holzmeier, Fachexperte des GeoServiceCenters der LGB ist die Bereitstellung des Serviceportals für Metadaten ein voller Erfolg: "Bereits heute sind 40 Nutzer im Portal registriert und 400 Datensätze und Dienste mit dem Metadateneditor ProMIS-Online erfasst worden. Hiervon stehen 120 Metadatendokumente schon jetzt der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) und INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in Europe) zur Verfügung - mehr konnten wir uns als fachlicher Ansprechpartner und Administrator nicht wünschen."

Zunehmende Akzeptanz findet auch das Schulungs- und Beratungsangebot der LGB: Bisher haben bereits 60 Teilnehmer die projektbegleitenden Workshops zum Thema Metadaten besucht. "Um eine breite Nutzung der Web-Anwendung im Raum Berlin/Brandenburg zu erreichen, müssen wir jedoch weiterhin viel Unterstützung bieten!", gibt Mirko Holzmeier überzeugt und zugleich motiviert zu bedenken.

Es besteht die einhellige Meinung, Veranstaltungen dieser Art zu wiederholen mit dem Ziel, Informationen über den erreichten Stand von Technik und Standards zu vermitteln und gleichzeitig Nutzungspotenziale zu erschließen. Die anwesenden Experten aus dem Bereich GDI, Umwelt und Energie betonten einstimmig, dass man auch und vor allem durch den engen Schulterschluss zwischen öffentlicher Hand und Wirtschaft auf einem guten Weg ist, den Bereich des Metadatenmanagements und der Webdienste in Berlin/Brandenburg - auch als Vorbild für andere Bundesländer - weiter voranzubringen.