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07.10.2009 | Klima- und Umweltschutz, Umwelttechnik

Monitoring zur Klimaschutzvereinbarung: Berliner Stadtreinigung ist auf einem gutem Weg

Die Berliner Stadtreinigung hat sich in einer Klimaschutzvereinbarung verpflichtet, in zwei Monitoringberichten - einem Zwischenbericht 2009 und einem Endbericht 2011 - Rechenschaft über die Erreichung der Ziele dieser Vereinbarung abzulegen. Erfreuliches Ergebnis: die Stadtreinigung ist auf gutem Wege und liegt bisher im Plan.

Der erste dieser beiden Berichte liegt nun vor und ist von der Berliner Energieagentur überprüft worden. Danach liegt die BSR insgesamt auf einem guten Weg. So wurde der spezifische Stromverbrauch pro Tonne Abfall des Müllheizkraftwerks Ruhleben mit einer neuen Regelungstechnik um 19 Prozent gesenkt.
Zusammen mit anderen Maßnahmen konnte die BSR allein bei der Abfallentsorgung das Ziel von insgesamt 115.000 Tonnen weniger Kohlendioxyd schon jetzt zu 91 % erreichen.

Ein weiteres Feld zur CO2-Reduktion ist die Gebäudewirtschaft. Durch Energieeinsparung und Umstellen der Heizung von Öl auf Erdgas hat die Stadtreinigung die CO2-Emissionen um rund 20 % von 7.700 auf 6.400 Tonnen Kohlendioxyd pro Jahr nach unten gedrückt.

Mit diesen und weiteren Anstrengungen hat die BSR - so bestätigt die Berliner Energieagentur - knapp die Hälfte ihres Zieles in diesem Sektor erreicht. Auch beim BSR-Fuhrpark ist gibt es erhebliche Verbesserungen: wirtschaftlichere, ökologischere und auch leisere BSR-Nutzfahrzeuge fahren auf Berlins Straßen. Die rund 200 neuen Fahrzeuge - vom Baggersaugfahrzeug bis zum Müllwagen - haben deutlich weniger Abgas-, Feinstaub- und Lärmemissionen und bringen ein Drittel der angestrebten Reduzierung um 2.500 Tonnen Kohlendioxyd pro Jahr.

Die Berliner Stadtreinigung kooperiert beim Fuhrpark eng mit den Forschungsabteilungen der Hersteller, zum Beispiel um Sprit-Spar-Technologien in der Praxis zu erproben. Zwei Prozent Kraftstoff lassen sich zum Beispiel allein durch den richtigen Reifendruck sparen.

Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur: "Die bisherigen Maßnahmen lassen vermuten, dass die Berliner Stadtreinigung die noch ausstehenden Minderungsziele für Kohlendioxyd aus der Kooperationsvereinbarung mit dem Land Berlin bis 2010 erreichen wird."

Vera Gäde-Butzlaff, Vorstandsvorsitzende der BSR, sieht die Unternehmensstrategie bestätigt: "Für uns ist wirtschaftliches Handeln kein Widerspruch zum Klimaschutz. Im Gegenteil: Wir wollen zeigen, dass niedrige Gebühren mit sozialer und ökologischer Verantwortung Hand in Hand gehen."

Umweltsenatorin Kathrin Lompscher freut sich über die Zwischenbilanz: "Die Berliner Stadtreinigung hat als erstes öffentliches Unternehmen eine Klimaschutzvereinbarung mit dem Land geschlossen und zeigt mit den guten Zwischenergebnissen, dass sie ihrer Vorbildfunktion als öffentliches Unternehmen gerecht wird."

Berliner Energieagentur GmbH
Die Berliner Energieagentur GmbH (BEA) ist ein modernes Energiedienstleistungsunternehmen in Berlin. Es entwickelt und realisiert innovative Projekte zur Reduzierung von Energiekosten und CO2-Emissionen. Auftraggeber sind öffentliche und gemeinnützige Einrichtungen, Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Industrie, Handel, Gewerbe, Krankenhäuser sowie der gesamte Dienstleistungssektor.
Die BEA wurde 1992 auf Initiative des Berliner Abgeordnetenhauses gegründet. Gesellschafter sind zu gleichen Teilen das Land Berlin, die Vattenfall Europe Wärme AG, die GASAG Berliner Gaswerke AG und die KfW Bankengruppe.

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