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22.05.2009 | Klima- und Umweltschutz

Gemeinsame Studie von KYOCERA, Deutsche Umwelthilfe und Bundesverband mittelständische Wirtschaft

Das Thema Umweltschutz besitzt eine hohe Relevanz im deutschen Mittelstand. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsam von dem Drucker- und Kopiererhersteller KYOCERA, der Deutschen Umwelthilfe und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft durchgeführte Studie.

Die Mehrzahl der Befragten attestiert dem Mittelstand sogar eine Vorreiterrolle. Hauptgründe für Investitionen in umweltschonende Technologien sind Kosten- und Imageargumente. Die Studie ergab allerdings auch, dass durch die immer noch existierenden Informationsdefizite in den Unternehmen große Potenziale für den Umweltschutz verschenkt werden.

Umwelttechnologien sind zu einem beherrschenden wirtschaftlichen Thema geworden. Auch die IT-Industrie, lange Zeit ein Nachzügler, bietet seit rund zwei Jahren unter dem Begriff Green IT im Hinblick auf Stromverbrauch, Material und Recycling neu konzipierte Produkte an. Das wachsende Angebot an nachhaltigen und CO2-reduzierenden Lösungen ist jedoch nur eine Seite der Medallie. Genauso wichtig ist ein entsprechend verändertes Verbraucherverhalten. Die entscheidenden Fragen lauteten deswegen: Wie reagieren Kunden auf eine sich verändernde Angebotslandschaft? Neben dem privaten Endverbraucher ist dies vor allem bezüglich des Verhaltens von Entscheidern in Industrie, Dienstleistungsbereich und Verwaltung relevant. Der Drucker- und Kopiererhersteller KYOCERA hat deswegen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) genau diesen Komplex für den deutschen Mittelstand untersucht.

Mittelstand sieht sich als Vorreiter
Der Mittelstand nimmt das Thema Umweltschutz ernst. Für die breite Mehrheit (61,5 Prozent) spielt er eine wichtige Rolle. Mit der Etablierung eines firmeneigenen Umweltbeauftragten wurden vielerorts bereits organisatorisch die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen. Zu den überraschenden Erkenntnissen der Studie zählt, welche Bedeutung sich der Mittelstand selbst beim Thema Umweltschutz zumisst. Rund zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, das ihm eine wesentlich zentralere Rolle bei nachhaltigen Veränderungen zukommt als etwa den Großkonzernen. Entsprechende Veränderungen im Produktions- und Geschäftsbetrieb vorausgesetzt, gehen sogar 68 Prozent von deutlich nachhaltigeren Ergebnissen aus.
Von staatlichen Regelungen oder Vorgaben halten die Befragten allerdings wenig. Eine klare Mehrheit von 58 Prozent ist überzeugt, dass sich mit freiwilligen Selbstverpflichtungen deutlich bessere Resultate erzielen lassen. Den Staat hält hingegen nur ein Drittel für den effektiveren Umweltschützer. Vor allem die größeren Unternehmen oberhalb von 250 Mitarbeitern setzen auf Eigenverantwortung.

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen ist sich dabei bewusst, dass ihr bisheriges Engagement noch lange nicht ausreicht. Bei den Unternehmen oberhalb von 1001 Mitarbeitern liegt dieser Wert sogar bei 90 Prozent.Die hohe Bereitschaft, sich selbst zu engagieren, dürfte vor allem mit der Erkenntnis zu tun haben, dass sich zielgenaue Investitionen in nachhaltige Lösungen nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Unternehmen rechnen. Viele der Befragten gehen sogar davon aus, dass, wer mittel- und langfristig nicht in Umweltschutz investiert, an Wettbewerbsfähigkeit verliert.

Bei Anschaffungen setzen Unternehmen vor allem auf Energieeffizienz
Ein starkes und breites Umweltbewusstsein ist in den mittelständischen Unternehmen, ganz gleich welcher Größenordnung, nach den Ergebnissen der KYOCERA-Studie zweifelsfrei festzustellen. KYOCERA hat aber auch konkrete Handlungsweisen untersucht.
Wer schon heute in Umweltschutz investiert, setzt vor allem auf Kosten- (55 Prozent) und Imageargumente (53 Prozent).
Reine Umweltschutzaspekte erreichen mit 45 Prozent ebenfalls einen sehr hohen Wert.
Allgemein lässt sich der Trend feststellen: je größer das Unternehmen, desto stärker die Investitionsbereitschaft.
Konkret setzen die Unternehmen heute vor allem auf Energieeffizienz und Recycling/Müll (jeweils 71 Prozent).
Aber auch umweltschonende IT-Lösungen sind mit 45 Prozent sehr gefragt.
Auf geplante Produktanschaffungen bezogen nehmen IT-Lösungen mit 47 Prozent sogar den ersten Platz ein.
Es folgen mit einigem Abstand der Fuhrpark (38 Prozent) und der Bürobedarf bzw. die Ausstattung.

Wie bei den allgemeinen Entscheidungsmerkmalen setzen die Teilnehmer der Studie auch beim Kauf von nachhaltigen IT-Lösungen vor allem auf die geringen Stromkosten (90 Prozent).
Aber auch Recycling- bzw. Rücknahmesysteme für alte Produkte sind für die Mehrheit (53 Prozent) von Bedeutung.
Weitere wichtige Argumente waren die leichte Austauschbarkeit zentraler Teile (48 Prozent) sowie die Zertifizierung durch ein Umweltlabel (46 Prozent).

Fazit: Informationsdefizite abbauen
Wer heute in nachhaltige Produkte und Lösungen investiert, tut dies sehr bewusst und rational. Insofern kann die eingangs gestellte Frage nach einem sich ändernden Verbraucherverhalten durchaus mit Ja beantwortet werden - allerdings mit Einschränkungen. Große Potenziale sind immer noch unausgeschöpft. Dies zeigen vor allem die enormen Informationsdefizite. So wissen beispielsweise fast die Hälfte der Teilnehmer (47 Prozent) gar nicht oder nur zum Teil (41 Prozent) über die Umweltbelastungen beim Kauf von IT-Lösungen Bescheid. Wenn es gelingt, dieses Unwissen weiter abzubauen, dann kann der deutsche Mittelstand seinem Anspruch, Vorreiter in Sachen Umweltschutz zu sein, in kaum zu vergleichendem Maße gerecht werden.

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