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10.05.2008 | Klima- und Umweltschutz

CO2-Reduktionsziele eröffnen Milliarden-Märkte

Der Kongress - efficient energy - und die Jahrestagung des B.A.U.M., Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V., zeigen am 2. und 3. Juni in Stuttgart, wo neue - grüne - Märkte und Möglichkeiten liegen und wie sich Unternehmen und Kommunen in einem wirtschaftlichen Umfeld positionieren können, in dem Nachhaltigkeit zum Erfolgsfaktor wird.

Gute Ideen und neue Technologien sind gefragt, denn die Zielgerade ist klar: Weltweit sollen die maßgeblich für den bedrohlichen Klimawandel verantwortlichen Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 um ein Fünftel (gegenüber 1990) reduziert werden. Die Bundesregierung formulierte gar die ehrgeizige nationale Einsparquote von 40 Prozent. Damit eröffnet sich ein gigantischer Markt für alternative Energien und Umwelttechnik.
Die Zeitschrift "impulse" ermittelte gemeinsam mit Branchenverbänden, dass bis 2020 europaweit Investitionen von 132 Milliarden Euro im Kampf gegen CO2 zu erwarten seien.
Weltweit wachse das Marktvolumen in der Umweltschutztechnik von derzeit 1.000 Milliarden Euro auf 2.200 Milliarden Euro im Jahr 2020. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Roland Berger in einer Studie für das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt.

Im Rahmen des Kongresses "efficient energy" am 2. und 3. Juni in Stuttgart erfahren Entscheider aus Unternehmen, Kommunen und Politik, wo sich spannende neue Märkte und Möglichkeiten entwickeln: im Energiemarkt, bei emissionsreduzierten Produkten und in der energetischen Gebäudeoptimierung. Außerdem wird es um den Emissionsmarkt gehen und die Chancen, die sich für den Mittelstand durch "Joint Implementation" ergeben, einem Instrument des Emissionshandels, das für Investitionen in CO2-reduzierende Maßnahmen handelbare Emissionsrechte gutschreibt.
Viele Unternehmen brauchen für den Aufbruch in neue Marktsegmente frisches Geld. Doch was machen die Banken mit? Auch darauf gibt der Kongress Antworten.


Markt honoriert ethische Unternehmensführung
"Wer die langfristige Rohstoff- und Umweltstrategie noch nicht als festen Bestandteil der Unternehmensanalyse betrachtet, ist von gestern", schrieb Wirtschaftsjournalist und Sachbuchautor Thomas Hammer in "Die Zeit" angesichts eines wachsenden Interesses der Kapitalmärkte an "grünen" Anlagen.
Der Kongress "efficient energy", der gemeinsam mit der Jahrestagung des B.A.U.M., Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V., statt findet, zeigt, wie sich Unternehmen erfolgreich in einem Umfeld positionieren können, das ethische und umweltschonende Unternehmensführung zunehmend honoriert.
Die zweitägige Gesamtveranstaltung mit begleitender Messe bietet praxisnahe Informationen und gute Kontakte zu Experten rund um nachhaltiges Wirtschaften und effiziente Energienutzung.

B.A.U.M., die mit rund 500 Mitgliedern europaweit größte Umweltinitiative der Wirtschaft, setzt sich bereits seit 1984 für Erfolg durch Umweltmanagement und Nachhaltige Entwicklung ein. Die Verleihung des B.A.U.M.-Umweltpreises und des Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreises mit einer Festrede von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ist ein Höhepunkt der Veranstaltung, die auch dieses Jahr wieder beispielhaftes Umweltmanagement von Unternehmen, Wissenschaftlern, Medienvertretern und Institutionen publik macht.

Das komplette Programm und Anmeldemöglichkeit zu Jahrestagung mit Preisverleihung (2.6.) und Kongress (3.6.) finden Interessierte im Internet unter www.efficient-e.de.

Informationen zum B.A.U.M.-Umweltpreis gibt es unter
www.baum-umweltpreis.de.