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26.11.2007 | Klima- und Umweltschutz

Effiziente Papier-Resteverwertung spart Ressourcen und bis zu 90% Entsorgungskosten

Bis zu 90 Prozent Kosteneinsparung lassen sich durch eine optimierte Verwertung von Reststoffen der Papierherstellung erzielen. Zu diesem Ergebnis kam eine Ökoeffizienzanalyse, die Umweltstaatssekretär Marcel Huber heute in Schongau vorstellte.

Huber:"Bei der Papierherstellung fallen Rinde und Holzreste an, bei der Altpapieraufbereitung Sortierrückstände, bei der thermischen Verwertung Aschen - in Bayern jährlich rund 1,4 Millionen Tonnen. Die Abfälle verwendet die bayerische Papierindustrie nahezu vollständig, beispielsweise als umweltverträglichen Ersatzbrennstoff in der Zementindustrie oder als Zuschlagstoff für Ziegel. Das schont Ressourcen und ist zudem wirtschaftlich."

Dennoch, so der Staatssekretär, zeigte die Analyse erhebliche Optimierungsmöglichkeiten auf. Wenn sich die Unternehmen vernetzen, die anfallenden Reste unternehmensübergreifend bündeln und an wenigen Standorten in großen Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung verwerten würden statt wie bisher in vielen Kleinanlagen, könnten zweistellige Millionenbeträge jährlich weiter eingespart werden. Huber: "Ökologisch effiziente Betriebe schonen nicht nur Ressourcen und damit die Umwelt, sondern auch ihren Geldbeutel."

Die Ökoeffizienzanalyse ist erster Teil eines Projektes im Rahmen des Umweltpaktes Bayern, das der Freistaat gemeinsam mit dem Verband der Bayerischen Papierfabriken durchführt und fördert. Huber zufolge soll die gesamte Papierkette vom Baum bis zur Reste-Entsorgung unter die Umwelt-Lupe genommen und nachhaltig weiter entwickeln werden. Dieser umfassende Ansatz, als Integrierte Produktpolitik (IPP) bezeichnet, liefert messbare, harte Planungsgrundlagen für die Wirtschaft. Huber: "Gerade die Symbiose aus Ökologie und Ökonomie ist ein Erfolgsmodell, das beim Manager und Umweltschützer gleichermaßen auf offene Ohren stößt."

Der Bericht über das vom bifa Umweltinstitut geleitete Projekt ist unter www.bifa.de, eine Zusammenfassung der Ergebnisse in Kürze unter www.ipp-bayern.de erhältlich. Weitere Informationen: www.umweltpakt.bayern.de